Geschichte

Obersteckholz

Die Streusiedlung umfasst das Dorf Obersteckholz. Die Weiler Habkerig, Kleben, Wald, Herrengasse und Hübeli sowie Einzelhöfe bilden das Dorf.

Aus dem Jahre 1255 stammt der Name Stechcholz
Im Jahre 1764 hatte es 381 Einwohner, im 1850 640; 1900 523; 1950 479; 2000 398 Personen.

Obersteckholz gehörte zum Besitz der Fürsten von Langenstein, die 1194 ihrer Klosterstiftung St. Urban Güter und Gericht überliessen. Obersteckholz war mit Untersteckholz Zubehör des Urbaner Niedergerichts Langenthal und unterstand hochgerichtlich ab 1406 der bernischen Vogtei Wangen. 1798 folgte die Zuteilung zum Distrikt Langenthal, 1803 die Umteilung zum Oberamt Aarwangen.

Seit 1831 bildet Obersteckholz eine selbstständige Einwohner-gemeinde. Es ist Teil der Kirchgemeinde Lotzwil. Mit Untersteckholz war die Gemeinde bis 1790 und erneut seit 1975 schulisch sowie durch die gemeinsame landwirtschaftliche Genossenschaft verbunden. Der Haupterwerbszweig Landwirtschaft fand im 18. und 19. Jahr-hundert in der Heimarbeit (Leinenweberei, Strohflechterei), heute im Kleingewerbe und in der Berufstätigkeit auswärts Ergänzung (2000 71% Wegpendler).

Heute ist Obersteckholz eine politische Gemeinde im Kanton Bern, Verwaltungskreis Oberaargau.


Literatur
– K.H. Flatt, Die Errichtung der bern. Landeshoheit über den Oberaargau, 1969
Der Amtsbez. Aarwangen und seine Gem., 1991
– B. Mutter, P. Bannwart, Bauinventar der Gem. O., 1998

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